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Besondere Einsatzplanung

Aufgabe der Katastrophenschutzbehörde im Bereich der vorbereitenden Maßnahmen ist es, besondere Einsatzplanungen (so genannte Katastrophen-Alarm- und Einsatzpläne) aufzustellen. Dabei unterscheidet man "allgemeine Katastropheneinsatzpläne" (z.B. der allgemeine Katastrophenplan der Stadt Freiburg, in welchem die Katastrophenschutzleitung und die Katastrophenstäbe festgelegt werden) und "besondere Katastropheneinsatzpläne".

Zu den letzteren zählen zum Beispiel Einsatzpläne für Störfallbetriebe, Kernkraftwerke, Chemiebetriebe, aber auch für Hochwasser und sonstige Naturereignisse oder für einen Massenanfall von Verletzten.

Die Alarmpläne beinhalten im Regelfall personenbezogene, betriebsinterne oder sicherheitsrelevante Daten und stehen daher nicht für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Diejenigen Punkte, die für die Öffentlichkeit gedacht und damit auch kundgetan werden müssen werden wir auf dieser Seite sukzessive zur Verfügung stellen.

Informationen zu Störfallbetrieben

Störfallbetriebe unterliegen den Regelungen des Störfallrechts (Immissionsschutzgesetz, Störfallverordnung). Zu den Pflichten dieser Betriebe gehört unter anderem auch die Information der Bevölkerung. Im Folgenden finden Sie diese Informationen. Für den Inhalt sind die jeweiligen Betriebe verantwortlich.

TDK Micronas

Hier gelangen Sie zu den Informationen nach Störfallverordnung der Firma TDK Micronas.

Rhodia Industriepark

Hier gelangen Sie zu den Informationen nach Störfallverordnung des Rhodia Industrieparks.

bnNetze Gasspeicherbehälter Dietenbachstraße ("Gaskugel")

Hier gelangen Sie zu den Informationen nach Störfallverordnung der bnNetze für den Gasspeicherbehälter.

Verhalten bei kerntechnischen Unfällen

Bei kerntechnischen Unfällen werden von den zuständigen Katastrophenschutzbehörden entsprechende Verhaltenshinweise an die Bevölkerung herausgegeben. Die Information hierzu erfolgt auf dem Weg der amtlichen Gefahrenmeldungen, beachten Sie diesbezüglich unsere Hinweise unter dem Punkt "Warnung der Bevölkerung".

Die größte Gefährdung durch kerntechnische Unfälle droht der Stadt Freiburg durch das französische Kernkraftwerk Fessenheim. Hier ist das Regierungspräsidium Freiburg - Referat 16 für die Katastrophenschutzplanung federführend.

Die Notfallschutzbroschüre zum Kernkraftwerk Fessenheim finden Sie unter diesem Link. Ein kleines Infoblatt mit den wichtigsten Informationen (Warnung, persönliche Schutzmaßnahmen, Jodphrophylaxe und Evakuierung) finden Sie hier.

Die Informationsbroschüre "Notfallschutz Kernkraftwerk Fesssenheim" des Regierungspräsidiums Freiburg liegt im Regierungspräsidium Freiburg in der Bissierstraße, in der Bürgerinformation im Alten Rathaus am Rathausplatz, in den Ortsverwaltungen am Tuniberg, Lehen, Hochdorf, Ebnet und Kappel sowie beim Amt für Brand- und Katastrophenschutz Freiburg in der Eschholzstraße aus. Sollten dort keine Exemplare mehr erhältlich sein können die dortigen Kolleginnen und Kollegen neue Broschüren bei uns anfordern.

Zur Entscheidung der erforderlichen Verhaltensmaßnahmen sind die so genannten Eingreifrichtwerte relevant (siehe die Veröffentlichung der Strahlenschutzkommission über Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung).

Maßnahmen des Katastrophenschutzes

Aufenthalt in Gebäuden

Eingreifrichtwert für die Maßnahme "Aufenthalt in Gebäuden" ist eine Äquivalentdosis von 10mSv als Summe aus effektiver Dosis durch äußere Exposition in sieben Tagen und effektiver Folgedosis durch die in diesem Zeitraum inhalierten Radionuklide. Dabei wird bei der Berechnung ein ungeschützt im Freien angenommener Aufenthalt angenommen, d.h. die reale Dosisschwelle innerhalb des Gebäudes ist nochmals niedriger.

Gebäude bieten einen Schutz vor der radioaktiven Strahlung sowohl aus der vorbeiziehenden radioaktiven Wolke als auch kurz nach der Ablagerung des aus der Wolke stammenden radioaktiven Materials (Washout, Fallout). Der Schutzfaktor (siehe S. 24 der Empfehlung der Strahlenschutzkommission) kann dabei die Strahlendosis erheblich reduzieren und ist am größten in Kellerräumen.

Hinsichtlich des Aufenthalts in Gebäuden empfiehlt es sich auch, einen Notvorrat vorzuhalten.

Verhaltensregeln

  • Begeben Sie sich umgehend in Gebäude. Helfen Sie auch anderen Hilfsbedürftigen.
  • Verfolgen Sie die Durchsagen und Informationen der Behörden im Radio, befolgen Sie die Anordnungen der Katastrophenschutzbehörden.
  • Gehen Sie nur dann ins Freie, wenn es unbedingt notwendig ist und kehren Sie schnell ins Gebäudeinnere zurück.
  • Schließen Sie Fenster und Türen im Gebäude und schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab.
  • Halten Sie sich möglichst weit im Inneren des Gebäudes auf (Kellerräume, innenliegende Räume).
  • Lassen Sie ihre Kinder nicht mehr im Freien spielen.
  • Verzehren Sie kein frisch geerntetes Obst oder Freilandgemüse; verwenden Sie keine frisch gemolkene Milch.
  • Benutzen Sie kein Wasser aus offenen Brunnen, Seen oder Flüssen.
  • Geben Sie Tieren möglichst kein Futter, das bis jetzt im Freien gelagert war.
  • Legen Sie bei Betreten des Hauses die heute im Freien getragene Oberbekleidung und Schuhe ab, lagern Sie diese außerhalb des Hauses und waschen Sie unbedeckte Körperteile gründlich mit fließendem Wasser.
  • Das draußen benutzte Spielzeug ihrer Kinder sollte nicht mit ins Haus genommen werden.
Einnahme von Jodtabletten / Jodprophylaxe

Eingreifrichtwert für die Maßnahme "Einnahme von Jodtabletten" ist eine Schilddrüsenorgandosis von 50mSv bei Kindern, Jugendlichen und Schwangeren bzw. von 250mSv bei Personen ab 18 Jahren bis 45 Jahren (sofern nicht schwanger) durch das im Zeitraum von sieben Tage inhalierte Radioiod.

Die rechtzeitige Einnahme von Jodtabletten schützt die Schilddrüse gegen das über die Atemwege (Inhalation) sowie über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel (Ingestion) aufgenommene radioaktive Jod.

Weitere Informationen finden Sie unter www.jodblockade.de. Hier finden Sie unter anderem ein Merkblatt zur richtigen Einnahme der Jodtabletten, eine Informationsbroschüre zur Einnahme von Jodtabletten sowie ein Hinweisblatt zum rezeptfreien Bezug von Kaliumiodidtabletten.

Die im Katastrophenschutz verwendeten Kaliumiodidtabletten sind nicht vergleichbar mit den handelsüblichen Jodtabletten bei einer Schilddrüsenerkrankung!

Die Ausgabe von Jodtabletten ist eine vorsorgliche Maßnahme und bedeutet nicht, dass die Tabletten sofort eingenommen werden sollen. Bitte nehmen Sie die Jodtabletten erst dann ein, wenn Sie hierzu ausdrücklich aufgefordert werden und beachten Sie unbedingt den Beipackzettel, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

Als Jodausgabestellen sind in Freiburg die jeweiligen Wahllokale vorgesehen, d.h. im Regelfall in Schulen oder anderen öffentlichen Gebäuden.

Verhaltensregeln

  • Verfolgen Sie die Durchsagen und Informationen der Behörden im Radio, befolgen Sie die Anordnungen der Katastrophenschutzbehörden.
  • Nehmen Sie die Jodtabletten erst ein, wenn Sie hierzu durch die Katastrophenschutzbehörde ausdrücklich aufgefordert wurden (z.B. über Rundfunkdurchsagen oder durch Hinweis bei der Tablettenausgabe). Der Einnahmezeitpunkt ist zur Entfaltung der vollen Wirkung sehr wichtig.
  • Beachten Sie die für Sie bzw. Ihre Familienangehörigen geltende Dosierung (Neugeborene bis 1 Monat: 1/4 Tablette; Kleinkinder bis 3 Jahre: 1/2 Tablette; Kinder bis 12 Jahren: 1 Tablette; Personen zwischen 12 - 45 Jahren und Schwangere: 2 Tabletten).
  • vorbeugendes Einnehmen oder andere (insbesondere höhere) Dosierung bieten keinen besseren Schutz - im Gegenteil können Sie hierdurch Ihre Gesundheit gefährden.
  • Auch bei Einnahme von Jodtabletten: bleiben Sie zu Hause und begeben sich in geschlossene Räume, meiden Sie den Aufenthalt im Freien.
Evakuierung

Eingreifrichtwert für die Maßnahme "Evakuierung" ist eine Äquivalentdosis von 100mSv als Summe aus effektiver Dosis durch äußere Exposition in sieben Tagen und effektiver Folgedosis durch die in diesem Zeitraum inhalierten Radionuklide.

Eine Evakuierung kann sinnvoll sein, wenn aufgrund der zu erwartenden oder eingetretenen Freisetzung radioaktiver Stoffe die Schutzwirkung im Haus längerfristig nicht ausreichend ist. In solchen Fällen wird die zuständige Katastrophenschutzbehörde in dem derart betroffenen Gebiet die Evakuierung anordnen.

Bislang lag das gesamte Gebiet der Stadt Freiburg in der (alten) Außenzone, d.h. weiter als 10 Kilometer vom KKW Fessenheim entfernt, weswegen es keine Evakuierungsplanungen gab. Mit der Neugestaltung der so genannten Planungsgebiete in 2014 und der Erweiterung der Zonen liegen Teile der Stadt innerhalb der (neuen) Mittelzone (Ausweitung der Mittelzone von 10km auf 20km). Die Planungen mit dem zuständigen Regierungspräsidium laufen derzeit noch.

Verhaltensregeln

  • Verfolgen Sie die Durchsagen und Informationen der Behörden im Radio, befolgen Sie die Anordnungen der Katastrophenschutzbehörden.
  • Packen Sie ein Notgepäck für 2 - 3 Tage: Kleidung, Wäsche, Hygieneartikel, Medikamente, wichtige Papiere, persönliche Unterlagen und Geld.
  • Unterstützen Sie hilfsbedürftige Personen, z.B. ältere Mitmenschen, Kranke, Behinderte usw. in Ihrer Nachbarschaft.
  • Steht genügend Zeit zur Verfügung, sollten Sie sich mit Ihren Familienangehörigen zunächst in der eigenen Wohnung zusammenfinden und dann gemeinsam das gefährdete Gebiet verlassen.
  • Schalten Sie alle nicht unbedingt erforderlichen Elektrogeräte beim Verlassen Ihrer Wohnung, Ihres Hauses oder Arbeitsplatzes aus. Schließen Sie Gas- und Wasseranschlüsse, löschen Sie offene Feuerstellen.
  • Bei fehlender (Mit-)Fahrgelegenheit erfolgt eine Abholung von den vorbestimmten Sammelstellen, Dies gilt auch für Heimbewohner und für Patienten in Krankenhäusern. Für diese Personen organisiert die Katastrophenschutzbehörde geeignete Transportmöglichkeiten.
Was tun, wenn man im Zuge einer Evakuierung der Strahlung ausgesetzt war?

In den Aufnahmegebieten werden so genannte Notfallstationen eingerichtet. Wenn Sie der Strahlung ausgesetzt waren oder wenn Sie sich dessen nicht sicher sind wird empfohlen, diese Notfallstationen aufzusuchen. Dort kann eine eventuelle Kontamination mit radioaktiven Stoffen festgestellt und beseitigt werden, zudem steht Ihnen hier medizinischer Rat zur Verfügung.

Sollten Sie keine Notfallstation aufsuchen können, suchen Sie sich außerhalb des betroffenen Gebiets eine Waschgelegenheit. Waschen Sie nach Ablegen der Oberbekleidung und der Schuhe zunächst Kopf, Hände und andere unbedeckte Körperflächen gründlich mit fließendem Wasser. Erst danach ist eine Dusche empfehlenswert. Verpacken Sie die benutzte (eventuell kontaminierte) Kleidung wenn möglich in einen luftdichten Beutel, so dass diese später auf Kontamination geprüft werden kann.

Weitere Informationsmöglichkeiten

Notvorrat, Notgepäck und sonstige private Vorsorge

Zum Thema Notvorrat (z.B. bei der Maßnahme "Aufenthalt in Gebäuden"), Notgepäck (z.B. für die Maßnahme "Evakuierung") und sonstiger privater Notfallvorsorge können Sie sich auf unserer Homepage informieren oder beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Warnung der Bevölkerung

Zum Thema "Warnung der Bevölkerung" beachten Sie bitte unsere Hinweise zu den Sirenen und zu sonstigen Informationsmöglichkeiten.

Notfallschutzbroschüre Fessenheim des RP Freiburgs

Hier finden Sie die Notfallschutzbroschüre des RP Freiburg zum KKW Fessenheim inklusive Beiblatt (enthält die wichtigsten Verhaltensregeln, das Sirenensignal und Angaben zu den Jodtabletten).

Informationen zur Jodblockade

Viele Informationen zu den Jodtabletten finden Sie unter www.jodblockade.de, insbesondere zur richtigen Einnahme bzw. zum rezeptfreien Bezug (www.jodblockade.de/jodtabletten/).

radiologische Messstellen

Informationen zu radiologischen Messwerten können Sie beim Umweltministerium Baden-Württemberg (kerntechnische Fernüberwachung) und beim Bundesamt für Strahlenschutz (Ortsdosisleistung ODL-Messnetz), außerdem (auf französisch) die Messstellen der französischen Atomaufsichtsbehörde.

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